Ehrliche und ethische Mode

Für JBC ist die Verbesserung der globalen Arbeitsbedingungen, unter denen Kleidung hergestellt wird, sehr wichtig. Unsere Werte einer ehrlichen und ethischen Mode sind demzufolge tief in unserem gesamten unternehmerischen Handeln verwurzelt.

Gemeinsam stärker

Die Verbesserung der Arbeitsbedingungen stellt eine komplexe Problematik dar und JBC ist deshalb auch davon überzeugt, dass gemeinsame Initiativen, die über Ländergrenzen hinweg mit allen betroffenen Interessengruppen ergriffen werden, mehr Tragweite haben, und so auch Dinge in größerem Maßstab umgesetzt werden können. Deshalb hat JBC als erster und einziger belgischer Einzelhändler das Bangladesch-Abkommen unterzeichnet und leistet damit einen wichtigen Beitrag für die Bemühungen, die Arbeitsplätze von Millionen von Textilarbeitern in Bangladesch sicherer zu machen. JBC ist außerdem Mitglied der Fair Wear Foundation, einer Interessenvertretung, in der sowohl Unternehmen als auch Gewerkschaften und NGOs zusammenarbeiten und sich für bessere Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie in den Ländern einsetzen, in denen Kleidung hergestellt wird.

Wo wird unsere Kleidung hergestellt?

  • JBC bemüht sich, die Anzahl an Ländern und Lieferanten, mit denen das Unternehmen zusammenarbeitet, weitestgehend zu begrenzen. JBC arbeitet mit rund 60 verschiedenen Lieferanten und 130 Fabriken zusammen. Mit den meisten unserer Lieferanten arbeiten wir bereits seit vielen Jahren gut zusammen (90 % des Produktionsvolumens für 2014 wurde von Lieferanten hergestellt, mit denen JBC schon länger als 5 Jahre zusammenarbeitet). Über 70 % des Einkaufsvolumens kommt von weniger als 15 Lieferanten. JBC lässt Kleidung in China (62 %), in Bangladesch (12 %), in der Türkei (8 %), in Tunesien (7 %), Indien (5 %), Litauen (4 %), Pakistan und Italien (jeweils 1 %) herstellen. Obwohl es nicht gesetzlich vorgeschrieben ist, gibt JBC in seinen Kleidungsstücken das Herstellungsland auf dem ID-Etikett an. Dieses Etikett wird hinter dem Etikett mit Pflegehinweisen befestigt.
  • JBC arbeitet zum allergrößten Teil direkt mit seinen Lieferanten und ist daher nicht von Zwischenhändlern abhängig. Dies erhöht die direkte Kontrolle hinsichtlich der Arbeitsbedingungen in den Fabriken, in denen JBC-Kleidung hergestellt wird.
  • JBC hat in China ein Team für Qualitätskontrolle mit 16 Mitarbeitern, die während des Produktionsprozesses Kontrollen durchführen, unter anderem auch in Bezug auf die Arbeitsbedingungen. Durch die direkte Anwesenheit unserer Mitarbeiter vor Ort ist es auch viel leichter, alles aus nächster Nähe auf sehr regelmäßiger Basis zu verfolgen. Auch unsere CSR-Manager, Einkaufsmanager und Ann Claes, Inhaberin, Geschäftsführerin und Leiterin des Einkaufs, werden persönlich in die Produktion einbezogen, weil sie direkten Kontakt mit den meisten Lieferanten haben und selbst regelmäßig die Fabriken besuchen.

Unsere Lieferanten teilen unsere Werte

Deshalb arbeitet JBC nur mit Lieferanten zusammen, die unseren Verhaltenskodex („Code of Conduct“) unterzeichnet haben und sich daran halten. Diese vertragliche Vereinbarung zwischen JBC und seinen Lieferanten und Unterlieferanten umfasst die Standards und Werte, die eingehalten werden müssen, und die sich unter anderem auf Existenz sichernde Löhne, das Recht auf Organisation, keine erzwungenen Überstunden, keine Diskriminierung, sichere und gesunde Arbeitsbedingungen, keine Zwangsarbeit und keine Kinderarbeit beziehen.


Downloaden Sie hier unseren Verhaltenskodex

Zur Kontrolle, ob dieser Verhaltenskodex eingehalten wird, und zur Kontrolle der Arbeitsbedingungen lässt JBC von einer unabhängigen Organisation Audits bei unseren Lieferanten durchführen. Die meisten Kontrollbesuche werden von der Organisation Wethica durchgeführt, manchmal aber auch von SGS. Wir haben uns für Wethica entschieden, weil wir darauf vertrauen, dass sie keinen Interessenkonflikt haben, und weil ihre Audits selbst kritischer und weitreichender sind als die anderer Büros.

Die Ergebnisse jedes Audits werden mit dem Lieferanten besprochen. Wenn Mängel festgestellt werden, wird gemeinsam mit dem Lieferanten ein „Corrective Action Plan“ (ein Aktionsplan mit korrigierenden Maßnahmen) erstellt, um schrittweise Verbesserungen durchzuführen. Wir finden es wichtig, gemeinsam mit dem Lieferanten in Form von Prozessen auf bessere Arbeitsbedingungen hinzuarbeiten. 
JBC unternimmt selbst Anstrengungen, indem eine entsprechende Einkaufspolitik praktiziert wird, bei der soziale und Umweltaspekte berücksichtigt werden, beispielsweise durch die frühzeitige Vergabe von Aufträgen, wodurch ausufernde Überstunden vermieden werden können. JBC investiert außerdem in die Schulung der Einkaufsteams, und dies in Bezug auf nachhaltiges unternehmerisches Handeln und die Rolle des Einkaufsteams in der Produktion.

Verbot für sandgestrahlte Jeans

JBC verkauft keine sandgestrahlten Jeans, weil diese Methode Gefahren für die Gesundheit der Arbeiter birgt. Unsere Lieferanten setzen alternative Methoden ein, um den gleichen Effekt zu erzielen.

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